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Biografie

GALILEO – TWO VOICES IN ONE SOUL


1953 GALILEO wurde als Freddy Scholl in Heilbronn geboren. „Wahrscheinlich kam ich in einer der Flüchtlingsbaracken unten am Neckar zur Welt“, vermutet er. Ganz genau weiß das niemand, denn Freddy Scholl hat seine Eltern nie kennen gelernt. Dort fand eine engagierte Fürsorgerin den zweijährigen Jungen – vollkommen verstört, verwahrlost und halb verhungert. Sie brachte Freddy erst in eine Klinik. Nahm ihn dann – wie einige andere Kinder mit ähnlichem Schicksal - zu sich ins nahe gelegene, kleine Wüstenrot und wurde ihnen eine liebevolle Pflegemutter. Sie war auch die Erste, die Freddys musikalisches Talent erkannte und nach Kräften förderte.

1959 Nachdem das Heim ein altes Klavier geschenkt bekommen hatte, war der verschlossene, oft in seine eigene Welt versunkene Freddy kaum noch anderswo als an den schwarz-weißen Tasten zu finden. In der Musik hatte er seine Sprache gefunden. Er spielte Melodien, die nur in seinem Kopf existierten, übte so lange, bis ihm die kleinen "Kompositionen" gefielen. Als er sieben Jahre alt war, bekam er Klavierunterricht. Doch es kam nur zu einigen wenigen Stunden. Der autoritäre Klavierlehrer und sein musikbegeisterter Schüler kamen einfach nicht miteinander aus. Nur Fingerübungen, Etüden und stures Vom-Blatt-Lesen war nicht Freddys Ding. Als seine Pflegemutter ihn später fragte, wie er denn seine Musikstücke ohne Notenkenntnisse jemals aufschreiben wolle, antwortete Freddy: „Mach dir keine Sorgen. Es wird bestimmt mal ein Klavier geben, auf dem man unten spielt und oben fallen die Töne als geschriebene Noten heraus...“ (Der Junge sollte recht behalten: GALILEO nutzt heute so ein Instrument zum Komponieren: einen Computer.)

1969 „Nicht ohne ein eigenes Klavier im Zimmer!“ Darauf bestand Freddys Ersatzmutter. Heute ist das besser. Längst ist aus dem Klavier ein Konzertflügel geworden und aus dem Wohnheimzimmer am Stadtrand eine schallisolierte Wohnung mitten in Karlsruhe. Dort macht GALILEO die Nacht oft zum Tage. Carpe diem! Erst wenn um ihn herum alles schläft, findet er zu Hause die Ruhe, die er braucht, um seine musikalischen Ideen auszuprobieren. „Manchmal entstehen gleich zehn bis zwölf Songs in nur zwei Wochen. Danach brauche ich allerdings auch wieder eine Auszeit“, sagt er.

2000 Das war auch bei seiner Debüt-CD so. Das Konzept entwickelte der Mann mit der ausgeprägten musikalischen Vorstellungskraft - seinem absoluten Gehör sei Dank - in nur 14 Tagen. Es ist auch nicht weiter verwunderlich, dass GALILEO bei „Carpe diem“ nicht nur als Komponist und Sänger verantwortlich zeichnet, sondern ebenso als maßgeblicher Produzent seines eigenen Albums tätig war. „Mir war auf einmal alles klar. Sämtliche Songs speisen sich im Grunde nur aus meiner Kindheits- und Lebensgeschichte und aus meinem Lebensmotto: Carpe diem.“

„GALILEO – Two voices in one soul“ besitzt weltweit die einzigartige Fähigkeit (Bariton und Sopran), mit sich selbst im Duett zu singen. Entrückt allem Realen, weit hinter den Unendlichkeiten liegt das Geheimnis seiner Stimmen verborgen. Bis zu 6 1/2 Oktaven wechselt er von einer Sekunde zur anderen! Mit seiner atmosphärischen Musik entfaltet sich GALILEO vor seinem überraschten Publikum - eine unverhoffte Inspiration aller Sinne.

 
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